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Bockwitzer See

Der aus dem gleichnamigen, bis 1992 betriebenen Tagebau hervorgegangene Bockwitzer See östlich von Borna mit seinen kleineren Nachbargewässern besticht weniger durch Größe als durch sein herausragendes Potenzial für Natur und Landschaft.

Unter fachkundiger Betreuung der am Ort ansässigen Ökologischen Station Borna-Birkenhain konnten sich hier Biotopstrukturen zwischen Orchideenstandorten, Uferschwalbenkolonien und „Vogelinseln“ ausbilden, die im Leipziger Neuseenland ihresgleichen suchen. Seit 2001 ist eine Fläche von 475 ha als eines der größten Naturschutzgebiete (NSG) Sachsens sowie als FFH- bzw. SPA-Gebiet gesichert. Geführte Wanderangebote bieten Interessenten beste Möglichkeiten zum Naturerleben, ohne wertvolle Lebensräume zu stören. Landschaftsverträgliche Freizeitangebote können am Nordufer etabliert werden. Nach durchgeführten Neutralisierungsmaßnahmen konnte der Bockwitzer See mit bis Dezember 2011 fortgesetzten Sodazugaben stabil gehalten werden, unterliegt aber derzeit einer merklichen Wiederversauerung. Im Osten grenzt das Waldgebiet des bis nach Flößberg reichenden Fürstenholzes unmittelbar an den See, der vom Aussichtspunkt an der B 176 aus am besten zu überschauen ist. Mit der Fertigstellung der A 72 zwischen Chemnitz und Leipzig bis zur Anschlussstelle Borna-Nord hat sich die Verkehrsanbindung des Sees weiter verbessert.

  • Fläche:168 ha
  • Volumen:8,4 Mio. m³
  • Tiefe (Mittel/Maximum):11,2/20 m
  • Länge (Uferlinie):8,4 km
  • Endwasserspiegelhöhe:+146 m NHN
  • Flutungszeitraum:1993 bis 2004 (Endwasserspiegelhöhe erreicht), natürlicher Grundwasseraufgang
  • Wasserqualität:kein offizielles Badegewässer nach EU-Badegewässerrichtlinie (pH-Wert 3,8; Sulfatgehalt 1108 mg/l; Eisen [gelöst] 0,26 mg/l – Probenahme vom 13.06.2014; weitere Nachsorge erforderlich
  • Vorfluteinbindung:Ablauf über den Saubach zur Eula